ON Regel 42000

Was bedeutet die ON Regel für Übungsfirmen?

Die erfolgreiche Teilnahme einer Übungsfirma am Wettbewerb „Qualitätsmarke Übungsfirma“ bedeutet ab nun, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer nach ONR 42000 zertifizierten Übungsfirma gearbeitet haben. Dies wird auch auf der Urkunde verzeichnet.

Die Anforderungen an Übungsfirmen (Kriterien zur Erlangung der Qualitätsmarke Übungsfirma) wurden 2005 erstmals auch in einem Norm-Dokument – der ON-Regel ONR 42000 – festgelegt.
Erscheinungsdatum: 1. September 2005

Ein weiterer Meilenstein erfolgte 2011, die neuen Kriterien zur Erlangung der QMÜ wurden in die ONR integriert. (Erscheinungsdatum: 1. November 2011)


Was ist eine ON Regel ?

Die ON-Regel – kurz ONR – ist eine eher neue Alternative zur ÖNORM.

Normen sind – einfach ausgedrückt – Regeln der Technik. Sie fördern die Rationalisierung, ermöglichen die Qualitätssicherung, dienen der Sicherheit am Arbeitsplatz und in der Freizeit, vereinheitlichen Prüfmethoden etwa im Umweltschutz und erleichtern generell die Verständigung in Wirtschaft, Technik, Wissenschaft, Verwaltung und Öffentlichkeit, um nur einige Beispiel zu nennen.

Damit ein (technisches) Regelwerk den Status einer Norm (in Österreich: ÖNORM) für sich in Anspruch nehmen kann, muss eine Reihe von international anerkannten Grundprinzipien eingehalten werden, die sicherstellen, dass die Norminhalte allgemein akzeptiert werden und für die tägliche Praxis geeignet sind.

In der Wirtschaft und Industrie kennt fast jeder den Begriff ÖNORM; die ONR ist noch nicht so bekannt:

Eine ONR bietet sich an, wenn für die rasche Lösung eines Problems nicht alle Grundprinzipien der Normung eingehalten werden müssen bzw. wenn der Stand einer neuen, sich schnell verändernden Entwicklung dokumentiert werden soll.

Die ONR schließt die Lücke zwischen den auf breitestem Konsens basierenden ÖNORMEN und Spezifikationen, die beispielsweise von einem oder einigen wenigen Unternehmen oder Institutionen erarbeitet werden.

https://www.austrian-standards.at